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24.11.2023 | Redaktion Softwarevergleich

Software Trends 2024: Unsere Top 10

Die Software Trends für 2024 zeigen, wie sich Gesellschaft und Arbeitswelt durch die Digitalisierung wandeln. Immer mehr Unternehmen rüsten technisch auf, um konkurrenzfähig zu bleiben. Wir stellen Ihnen die Software Trends 2024 vor und beleuchten deren Auswirkungen. Erfahren Sie hier, worauf Sie sich im neuen Jahr einstellen müssen, um Ihre Problemstellungen optimal angehen zu können.

Schmuckbild Softwaretrends

Bildquelle: AdobeStock/peopleimages.com

Software Trend #1: Künstliche Intelligenz revolutioniert menschliche Arbeitsweisen

Künstliche Intelligenz (KI) und Chatbots wie ChatGPT,Neuroflash, Jasper AI, Google Bard, Bing Chat u.v.m. sind ein nahezu unaufhaltsamer Software Trend, der sich vor allem in den letzten Monaten stark weiterentwickelt hat. Dies gilt nicht nur für HR, Immobilien, Business Intelligence und Controlling, sondern auch für viele andere Branchen und Anwendungsgebiete. Sie automatisieren Prozesse, unterstützen bei der Datenanalyse und verbessern die Benutzerinteraktion. Im Personalwesen etwa erleichtern sie die Kandidatenauswahl und das Onboarding. In der Immobilienbranche nutzen Makler künstliche Intelligenz insbesondere zur präzisen Schätzung von Immobilienpreisen. Im Bereich Business Intelligence analysiert die KI bereits Daten und generiert detaillierte Berichte, während sie im Controlling unter anderem Prognosen erstellt.

In all diesen Bereichen entstehen auf Basis künstlicher Intelligenz nützliche Werkzeuge, um Prozesse zu automatisieren, Effizienz zu steigern und fundierte Entscheidungen zu treffen. Der Software Trend geht hin zu immer fortgeschritteneren KI-Fähigkeiten und leistungsstärkeren Chatbots, die natürliche Sprache besser verstehen und menschenähnlicher antworten können. Dennoch hängt deren erfolgreicher Einsatz innerhalb von Software-Lösungen auch von der Datenbasis, der Nutzerakzeptanz und der Integrationsfähigkeit der Systeme ab. Hier werden sich Unternehmen (Anwender wie Software-Hersteller) 2024 mit einer großen Bandbreite an Möglichkeiten auseinandersetzen müssen.

Software Trend #2: Drahtlose Freiheit birgt vielfältige Anwendungsmöglichkeiten

Drahtlose Technologien sind zwar per se nichts Neues, doch verändert sich die Leistungsfähigkeit von Bluetooth, Near Field Communication (NFC), 5G, Radio Frequency Identification (RFID), GPS, Zigbee & Co. in rasanter Geschwindigkeit. Schnellere und bessere Möglichkeiten, Daten drahtlos zu übertragen, Geräte miteinander zu verbinden oder ihre Position zu bestimmen, werden Software-Lösungen verändern. Schon jetzt werden sie durch die gestiegene Flexibilität attraktiver für ihre Nutzer, was einige Beispiele für Einsatzszenarien verdeutlichen:

  • Mobiles Onboarding und Talentmanagement: Neue Mitarbeitende können zeit- und ortsunabhängig in noch besserer Qualität handwerkliche oder technische Schulungen über mobile Geräte absolvieren.
  • Lokalisierung: Über GPS, WLAN oder Bluetooth lassen sich einerseits Maschinen und Waren verfolgen, andererseits auch Mitarbeitende im Außendienst oder auf einem weitläufigen Betriebsgelände zu deren eigener Sicherheit – und natürlich datenschutzkonform – orten.
  • Echtzeit-Datenanalyse: Schnelle 5G-Konnektivität ermöglicht die Echtzeitverarbeitung großer Datenmengen für anspruchsvolle Geschäftsanalysen etwa im Controlling.
  • Immobilienbesichtigungen: Augmented Reality kann durch virtuelle Möblierungen und Renovierungsmöglichkeiten Verkaufsgespräche unterstützen.
  • Bestandsverwaltung: RFID- und NFC-Tags können verwendet werden, um Inventargegenstände zu verfolgen und den Bestand in Echtzeit zu verwalten.
  • Condition Monitoring: Drahtlose Sensoren kommen in der Logistik und Produktion zum Einsatz, um Echtzeitdaten zu liefern, die zur Leistungsoptimierung oder Gefahrenminderung innerhalb der Prozesse beitragen.

Diese Liste ließe sich noch weiter fortführen, denn drahtlose Technologien fördern die Mobilität, verbessern die Konnektivität und erhöhen somit die Flexibilität von und in Unternehmen. Mitarbeitende haben ortsunabhängig Zugriff auf relevante Informationen und arbeiten effizienter. Prozesse lassen sich lückenlos überwachen und Daten in Echtzeit für Optimierungen, zur Fehlerbehebung oder zum Risikomanagement nutzen. Insgesamt sind drahtlose Technologien ein wegweisender Software Trend, der das Potenzial für Innovationen in der Software-Branche deutlich steigert.

Software Trend #3: Nachhaltigkeit beschleunigt die Digitalisierung

Der Software Trend Nachhaltigkeit gewinnt in allen Lebensbereichen an Relevanz. Länder und Unternehmen müssen und werden weiter daran arbeiten, die Anforderungen hinsichtlich Klimaneutralität zu erfüllen. Gleichzeitig nutzen auch Privatpersonen technologische Hilfsmittel, um die persönlichen Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren: Verbraucher achten bei ihren Einkäufen vermehrt auf umweltfreundlich hergestellte Produkte, regionale Lieferketten und die ESG-Konformität der Unternehmen.  Und immer mehr Fachkräfte legen Wert darauf, dass ihr Arbeitgeber ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig agiert.

Der überall präsente Wunsch nach Nachhaltigkeit beschleunigt die Digitalisierung und zeigt auf, wie untrennbar auch Themen wie Green IT damit verbunden sind. Um den Anschluss nicht zu verlieren, sind Unternehmen daher gefordert, durchgängig digitale Prozesse zu etablieren. Denn diese sorgen für mehr Effizienz und einen optimalen Ressourceneinsatz. Hinzu kommt: Remote und Hybrid Work reduzieren Arbeitswege und demnach den Ausstoß schädlicher Treibhausgase. Dabei gilt es vor allem, die IT-Lösungen in einem Softwarevergleich genauestens unter die Lupe zu nehmen und unter anderem die Ressourcen- und Energieeffizienz, aber auch die Hardwarenutzungsdauer und die Nutzungsautonomie zu prüfen. Ebenfalls ratsam ist es, den Softwarehersteller anhand von Nachweisen hinsichtlich Energiemanagement sowie Modularität oder Offlinefähigkeit zu bewerten.

Software Trend #4: Die Cloud und As-a-Service-Mietmodelle etablieren sich

Der vierte unserer Software Trends baut auf die Themen Security und Datenschutz. Denn Hybrid Work, stetig komplexer werdende Geschäftsprozesse und die zunehmend drahtlose Vernetzung von immer mehr Maschinen, Geräten und Abteilungen schaffen viele angreifbare Schnittstellen. Dass damit auch potenzielle Risiken einhergehen, bestätigen die jährlich zunehmenden Cyber-Bedrohungen und Angriffe.

Für Unternehmen ist es daher umso wichtiger, dass sowohl die Infrastruktur als auch die genutzte Software sicher sind. Cyber-Resilienz geht im Vergleich zu Cyber-Sicherheit noch einen Schritt weiter. Sie umfasst auch Maßnahmen, die ergriffen werden können, um die Kontinuität von Prozessen gewährleisten oder wiederherzustellen, wenn die Schutzmechanismen durchbrochen werden oder unkontrollierbare, äußere Umstände die Sicherheit gefährden. Dabei steigen die Ansprüche der Software-Anwender, dass jegliche Lösungen von Grund auf nach zeitgemäßen Sicherheitsstandards arbeiten (Security-by-Design).

Zudem muss Software die gesetzlichen Vorgaben rund um das Thema Datenschutz einhalten, um Kunden, Mitarbeitende und das Unternehmen selbst vor Datenmissbrauch zu schützen. Möglich machen dies regelmäßige Updates, ständige Nachjustierungen der Security und die Förderung von Zero Trust – ein Ansatz, der jegliche Zugriffe auf Daten und Systeme so behandelt, als kämen sie von einem unberechtigten Dritten. Erst durch umfassende vorab definierte Authentifizierung und Autorisierung ist der Zugriff möglich.

Software Trend #5: Daten ganzheitlich analysieren und intelligent nutzen

Erfolgreiche Unternehmen digitalisieren ihre Geschäftsprozesse nicht nur. Sie verstehen es auch, die zahlreichen Möglichkeiten, die ihnen die Masse der fortan zentral gesammelten Daten bringt, sinnvoll zu nutzen. Embedded Data, Analytics, Controlling und Business Intelligence werden für einen ganzheitlichen, digitalen Ansatz daher immer wichtiger. Sie sind nötig, um anfallende Informationen strukturiert zu analysieren und aus den Erkenntnissen konkrete Anwendungsfälle abzuleiten. Diese wiederum optimieren bestehende Prozesse und treiben Entwicklungen voran.

Rund um Daten und Innovationen wird zudem die generative KI ihren Platz finden. Die Technologie lernt mit unüberwachten Algorithmen und kreiert daraus neue digitale Inhalte wie Bilder, Texte oder Code. Dies zahlt auf die weitere Automatisierung von Prozessen und die effiziente Nutzung der Ressourcen ein.

Software Trend #6: Quantum Computing für Software-Höchstleistungen

Quantencomputer sind auf dem Vormarsch und könnten 2024 eine entscheidende Rolle in der Technologiebranche spielen. Diese fortschrittlichen Systeme nutzen Prinzipien der Quantenphysik, wie die Quantenverschränkung und Superposition, um mit Quantenbits (Qubits) zu arbeiten, die im Gegensatz zu traditionellen Bits mehrere Zustände gleichzeitig annehmen können. Erste Investitionen in die Technologie stammen von Banken und Finanzinstituten, die die Kapazität ihrer KI-Systeme für Betrugserkennung und Hochfrequenzhandel steigern möchten.

Ob Quantencomputer einen dauerhaften Software Trend setzen, ist derzeit noch ungewiss. Dennoch könnten sie insbesondere bei besonders rechenintensiven Anwendungen, wie Big Data-Analysen, von großer Bedeutung werden. Diese spannende Entwicklung gilt es, im Auge zu behalten, um mögliche Potenziale frühzeitig zu erschließen.

Software Trend #7: Augmented Connected Workforce erweitert den New Work-Gedanken

Hybrides Arbeiten ist aus vielen Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Zum einen haben sich die Mitarbeitenden an die flexible Arbeitsumgebung gewöhnt und werden diese auch zukünftig einfordern. Zum anderen sind Unternehmen von den Vorteilen wie der Einsparung von Büroflächen überzeugt. Tools, die das dezentrale Arbeiten reibungslos ermöglichen, sind demnach weiter auf dem Vormarsch. Um den Kampf um Fachkräfte zu gewinnen, sollten Unternehmen diesem Software Trend folgen. Dabei gilt es, Mitarbeitende und Führungskräfte für den hybriden Arbeitsalltag fit zu machen, sie zu schulen und einen auf Vertrauen basierenden Führungsstil zu etablieren.

Einen Schritt weiter geht diese Entwicklung im Rahmen von Augmented Connected Workforce. Hierbei steht die Optimierung der Wertschöpfung von Mitarbeitenden im Vordergrund. Auf Basis von Daten etwa aus einer Personalmanagement-Software werden Analysen erstellt, um herauszufinden, wie sich Wohlbefinden und Produktivität sowie Weiterentwicklung gezielt fördern lassen. Treiber dieses Software Trends ist die zunehmend erforderliche Skalierung von Talenten im Unternehmen. Mit Augmented Connected Workforce lässt sich die Zeit, bis ein neues Teammitglied in der gewünschten Position produktiv wird, erheblich verkürzen.

Software Trend #8: Platform Engineering verkürzt Time-to-Market von Innovationen

Mithilfe der richtigen Tools lassen sich viele Prozesse im Unternehmen automatisieren. Dadurch können Betriebe ihre bestehenden Ressourcen effizienter nutzen und beispielsweise das Wachstum auch mit weniger Personal managen. So werden etwa in Entwicklungsteams moderne Ansätze wie Low Code einen deutlichen Aufschwung erfahren. An dieser Stelle gesellt sich der Software Trend des Platform Engineering hinzu: Als Reaktion auf die wachsende Komplexität von Systemarchitekturen sollen Self-Service-Entwicklungsplattformen mit automatisierten Infrastrukturoperationen entstehen, um das Problem der Zusammenarbeit zwischen Software-Entwicklern und -Betreibern zu lösen. Sie gestalten die Arbeit von Developern effizienter und generieren auf diese Weise in kürzerer Zeit Mehrwerte für die Nutzer.

Laut den Analysten von Gartner werden bis 2026 rund 80 Prozent der Software-Anbieter Plattformteams als interne Anbieter von wiederverwendbaren Services, Komponenten und Tools für die Anwendungsbereitstellung einrichten.

Davon unberührt bleibt die Anforderung an Integrationsfähigkeit und Automatisierung im Hinblick auf Software-Lösungen, die Unternehmen einsetzen. Programme müssen flexibel an die sich schnell ändernden Rahmenbedingungen anpassbar sein und sich über Schnittstellen einfach mit anderen IT-Anwendungen verbinden lassen.

Software Trend #9: As-a-Service-Lösungen werden zur Branchenplattform

Fehlende finanzielle und personelle Ressourcen sowie die unsichere Wirtschaftslage erschweren es Unternehmen immer noch, eigene Rechenzentren zu betreiben und in eigene Entwicklungsteams zu investieren. Und dies, obwohl genutzte Tools sich schnell und flexibel anpassen lassen müssen, um mit der schnelllebigen Welt mitzuhalten. Aus diesem Grund werden sich die Cloud- und Mietmodelle à la Software-as-a-Service, Infrastructure-as-a-Service und Co. weiter etablieren. Ein anhaltender Software Trend.

Laut der Prognose von Gartner, werden bis zum Jahr 2027 über 70 Prozent der Firmen branchenspezifische Cloud-Plattformen (ICPs) verwenden, 2023 waren es noch unter 15 Prozent. ICPs kombinieren dabei SaaS-, PaaS- und IaaS-Dienste zu einem umfassenden Angebot, das verschiedene anpassbare Features enthält. Typischerweise beinhalten sie eine Datenstruktur, die für die Branche relevant ist, eine Sammlung von integrierten Geschäftsfunktionen, Kombinationswerkzeuge und weitere innovative Plattformelemente. Das Besondere an ICPs ist, dass sie speziell für eine Branche entwickelt wurden und sich dennoch individuell an die Anforderungen eines Unternehmens anpassen lassen.

Software Trend #10: Die Benutzerfreundlichkeit wird allgegenwärtig

Entwicklungen wie Hybrid Work und die Etablierung von Entwicklungsansätzen wie Low Code sorgen dafür, dass auch bei intern genutzter Software das Nutzungserlebnis in den Vordergrund rückt. So werden laut dem zehnten unserer Software Trends nicht mehr nur Kundenapps benutzerfreundlich entwickelt, sondern auch jegliche andere Anwendungen. Hierfür greifen Unternehmen und Entwicklerteams zunehmend auf Design Thinking und andere kreative Ansätze zurück. Auch die Aspekte User Interface (UI), User Experience (UX) und die Nutzungsanalyse werden für intern genutzte Software zunehmend wichtiger.

Die Software Trends 2024 in a nutshell

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Die Software Trends 2024 werden Unternehmen und Entwicklungsteams weiter auf Trab halten. Die fortschreitende Digitalisierung und sich stetig ändernde Anforderungen verlangen, dass Tools flexibel und adaptiv bleiben und die Vorteile technologischer Neuerungen integrieren. Themen wie Sicherheit und Datenschutz nehmen aufgrund zahlreicher möglicher Angriffspunkte weiter an Bedeutung zu. Und Unternehmen etablieren digitale Geschäftsprozesse nur dann erfolgreich, wenn sie die anfallenden Daten intelligent analysieren und für Optimierungen nutzen.

Was heißt das für Software-Hersteller und Anwender? Pauschale Empfehlungen lassen sich bei den vielfältigen Innovationen nicht in seriöser Weise ableiten. Wichtig für beide Seiten ist es, die technologischen Entwicklungen ebenso im Auge zu behalten wie natürlich die Anforderungen und Bedürfnisse der eigenen Zielgruppen – seien es die Mitarbeitenden im Unternehmen, die potenziellen Kunden oder andere Stakeholder. Daher sollten Trends auch nicht als Aufgabe aufgefasst werden, sondern lediglich als Impulse, um die eigenen Möglichkeiten auszuweiten und Potenziale zu entdecken. Nach wie vor unerlässlich bleibt es insbesondere für Unternehmen, die auf der Suche nach einer innovativen, wie auch zukunftssicheren Software sind, Softwarelösungen und -anbieter zu vergleichen, um die ideale Lösung für die individuelle digitale Transformation zu finden.

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